Liebe Patientin, lieber Patient, Sie haben ein neues Organ erhalten und stehen kurz vor Ihrer Entlassung. Ein völ ig komplikationsfreies Leben ist mit der Einpflanzung des Organs nicht unbedingt garantiert. Aber sicherlich ist Ihnen bekannt, dass Sie selbst sehr viel dazu beitragen können, um mit Ihrem neuen Organ möglichst lange ein nahezu normales Leben führen zu können. Wenn Sie weiterhin mit Ihrem behandelnden Arzt vertrauensvol zusammenarbeiten und darüberhinaus die nachfolgenden Verhaltensrichtlinien verinnerlichen und befolgen, dann haben Sie sich für sich die besten Voraussetzungen geschaffen, um mit einer langen Funktionsdauer Ihres neuen Organs rechnen zu können. Wir wünschen Ihnen alles Gute. Ihr Team des Transplantationszentrums Köln. Wichtige informationen für den Alltag nach der Transplantation
1. Die häusliche Kontrolle
1.1 Blutdruck und Temperatur nach Bedarf, aber mindestens zweimal täglich messen und registrieren
1.2 Die tägliche Gewichtskontrol e erfolgt am besten morgens nach der Toilette
1.3 Trinkmenge und Ausscheidungsmenge ebenfal s täglich messen
2. Typische Abstossungszeichen
2.1 Temperaturanstieg: Über mehrere Tage höher als 37°C oder plötzlicher Anstieg auf über 38°C
2.3 Gewichtszunahme, Wassereinlagerung z.B. an Fussknöchel, Händen und Augenlidern
2.4 Spannungsgefühl, Schmerzen im Transplantatbereich
2.5 Schmerzen und al gemeines Unwohlsein
3. Immunsuppressiva (Sandimmun, Prograf, Cellcept, Decortin)
3.1 Die Einnahme von Decortin erfolgt morgens nach dem Frühstück
3.2 Die Einnahme von Sandimmun, Prograf und Cellcept erfolgt exakt im 12-stündigen Rhythmus
Bei gewünschter Änderung der Einnahmezeit (z.B. von 7.30 h auf 8.30 h) darf diese maximal
um eine halbe Stunde täglich verschoben werden!
3.3 Zur exakten Einhaltung der Einnahmezeiten hat sich bei vielen Patienten die Anschaffung einer
Uhr (z.B. Armbanduhr) mit 12-Stunden-Weckfunktion bewährt
3.4 Es sol en immer genügend Medikamente in Reserve vorhanden sein bzw. mit sich geführt werden;
ist die Medikamentenpackung halb leer, unbedingt neue beschaffen
3.5 Achten Sie auf die genaue Dosierung der verordneten Medikamente
3.6 Nehmen Sie niemals andere – auch keine rezeptfreien – Medikamente ohne Rücksprache ein
3.7 Sollten Sie mal eine Einzeldosis vergessen haben, dann nehmen sie diese ein, sobald es Ihnen auffällt
4. Weitere wichtige vorbeugende Verhaltensregeln
4.1 Vermeiden Sie:
- Menschenmassen während einer Grippewelle wegen erhöhtem Infektrisiko
besonders in den ersten 6 Monaten nach Transplantation
- Kinder mit Kinderkrankheiten, z.B. Windpocken, Röteln, Mumps
- Solarien, Sonnenbäder bzw. intensive Sonnenbestrahlung, da unter
Immunsuppression das Hautkrebsrisiko erhöht ist
- Nikotin wegen erhöhter Gefahr von: Bronchitis, Lungentumor, Herz- Kreislauf-
- Hal enbäder wegen Infektionsrisiko insbesondere im ersten Halbjahr nach OP
- Rohmilchkäse aus nicht abgekochter Milch und rohes Fleisch → Infektionsrisiko
- Grapefruitsaft → verändert die Aufnahme von Sandimmun und Prograf
- Tragen von schweren Lasten (z.B. Getränkekisten) insbesondere im ersten
- Bei Frauen: Vermeiden Sie eine Schwangerschaft insbesondere im 1. Jahr durch
Empfängnisverhütung, z.B. IUP = Intrauterinpessar (Mirena)
4.2 Achten Sie auf eine gute Körperhygiene; sehr wichtig ist eine gute Intimhygiene. Waschen Sie z.B. Ihre Hände:
4.3 Achten Sie auf gute Mundhygiene:
- Putzen Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit
- Wechseln Sie al e 6-8 Wochen Ihre Zahnbürste
- Achten Sie auf Zahnfleischveränderungen
4.4 Die Einnahme von Kortison geht einher mit einem gesteigerten Hungergefühl. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene, leichte und frische Ernährung. Essen Sie:
- Trinken Sie möglichst kalorienarme Getränke wegen der Gefahr der Gewichtszunahme
4.5 Achten Sie in Abhängigkeit Ihrer Ausscheidungsmenge auf eine ausreichende Trinkmenge besonders an warmen Tagen. Suchen Sie beim Rückgang der Ausscheidung umgehend den Arzt auf!
4.6 Betätigen Sie sich körperlich zur Steigerung Ihres psychischen und physischen Wohlbefindens, zum Muskelaufbau und zum Erhalt Ihres Körpergewichtes:
- Anfangs Spaziergänge, Wandern, Fahrradfahren
- Frühestens 3 Monate nach OP auch Schwimmen, Jogging, Tennis
4.7 Bemerkenswertes zum Thema Urlaub
- Meiden Sie Weltregionen mit schlechten hygienischen Standards –
Infektionsgefahr durch kontaminiertes Trinkwasser (Malariaendemiegebiete)
- In Europa, Nordamerika, Japan und Australien gelten hohe Standards
- Im Zweifel sol ten aussereuropäische Reisepläne mit den behandelnden Ärzten
- Es empfiehlt sich, die doppelte Menge der benötigten Medikamente mitzunehmen und
diese auf Handgepäck und Normalgepäck zu verteilen, um sich gegen den vol ständigen
Verlust der Medikamente (z.B. wegen Diebstahl) abzusichern
Sol ten nach Ihrer Entlassung weitere Fragen auftreten, dann haben Sie natürlich zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich bei uns zu informieren: Tel.: 0221/478-6212 (Ambulanz) oder 0221/478-5001 (Pforte) Internetadressen: http://www.bzga.de Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Al gemeine Infos zur Transplantation http://www.dtg-online.org Deutsche Transplantationsgemeinschaft Selbsthilfegruppen: Bundesverband der Organtransplantierten e.V., Paul-Rücker-Straße 20-22, 47059 Duisburg, Tel.: 0203/442010 Dialysepatienten Deutschland e.V., Weberstraße 2, 55130 Mainz, Tel.: 06131/85152 Verband Organtransplantierter Deutschlands (VOD) e.V., Wielandstraße 28a, 32545 Oeynhausen, Tel.: 05731/79218
Psychopharmacology (1999) 143 : 286 –292 P. Bitsios · E. Szabadi · C.M. Bradshaw Comparison of the effects of venlafaxine, paroxetine and desipramineon the pupillary light reflex in manReceived : 29 July 1998 / Final version : 17 November 1998 Abstract Rationale : The time-course of the pupillary effects. Conclusions : The increase in resting pupil diam-light reflex response is det
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