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Bangladesch-Rundbrief Nr. 48 Chronik
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BANGLADESCH-CHRONIK
Menschenrechte:
Die Sicherheitskräfte verhindern einen Sturm der islamistischen Anhänger der International Khatme Nabuwat Bewegung auf eine Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Dhanikhola im Distrikt Mymensingh. Protestaktionen gegen Ahmadiyya-Moscheen in der Provinz Sylhet (24. März) und in Shyhamnager in der Provinz Satkhira (12. Mai) an. amnesty international fordert die Behörden, die religiösen Minderheiten auch in Sylhet und Satkhira wirksam zu schützen und die Hass-Reden der Islamisten zu unterbinden.
Die deutsche Sektion von amnesty international (ai) zeichnet Monira Rahman mit dem ai-Menschenrechtspreis aus. Unter den fast 600 Gästen im Deutschen Theater in Berlin sind Bundespräsident Horst Köhler und seine Ehefrau Eva Köhler. Die Laudatio hält Irene Khan, internationale Generalsekretärin von ai. Die Geschäftsführerin der "Acid Survivors Foundation" (ASF). Sie betreut Überlebende von Säureattentaten und kämpft für die Ächtung dieser Verbrechen. Die deutsche ai-Sektion vergibt den Menschenrechtspreis im Rahmen der weltweiten Kampagne "Hinsehen & Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern". Zur Verleihung kommt Rahman in Begleitung von Asma Akter. Diese war 13 Jahre alt, als ein Nachbar ihr Säure ins Gesicht schüttete. Irene Khan würdigt das Engagement der Preisträgerin: "Monira Rahman und die ASF haben eine der feigsten und grausamsten Arten von Gewalt gegen Frauen in der Welt aufgedeckt. Monira Rahman hat das Schweigen der Gesellschaft beendet, sie hat die Ungerechtigkeit benannt - und sie hat den Überlebenden Hoffnung gegeben!" In ihrer Dankesrede sagte Rahman: "Seit 1999 hat die ASF 1148 Überlebende von Säureattentaten betreut, das sind 1148 menschliche Schicksale. Bis heute habe ich keine Antwort darauf, warum ein Mensch einen anderen Menschen mit Säure angreift. Menschenrechtsverletzung!" In Bangladesch werden immer wieder Frauen und Mädchen Opfer von Säureattentaten. Die Täter sind immer Männer, ihre Motive unterschiedlich: von sexueller Abweisung bis hin zu Streitigkeiten über Mitgift und Land. Nur wenige Täter kommen vor Gericht, viele einigen sich außergerichtlich mit der Familie des Opfers; nicht selten verhindern korrupte Polizisten und Richter einen Prozess. Mit dem Menschenrechtspreis Persönlichkeiten aus, die sich unter oftmals schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit auch in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zum Programm der Verleihung trugen bei: Christian Berkel, Benno Fürmann, Hélène Grimaud, Herbert Grönemeyer, Dominique Horwitz, Franka Potente, Gerd Ruge und Wir sind Helden. Es moderierte Roger Willemsen. Irene Khan trifft sich am Tag nach der Preisverleihung unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Vor und nach der Menschenrechtspreis-Verleihung werben Monira Rahman und Asma Akter auf vielen Veranstaltungen in ganz Deutschland für Unterstützung der Säure-Überlebenden. Sie sind unter anderem Gast bei Günter Jauch (RTL) und im ZDF sowie Thema vieler Radio-Sendungen von der Deutschen Welle und Deutschlandfunk über BR, WDR, SWR und HR bis zu Radio Bielefeld, dem Kölner Domradio, dem Unifunk Heidelberg und vielen anderen Sendern. Nach Interviews berichten unter anderem die Zeitung, Welt am Sonntag, Bild am Sonntag, taz, Berliner Zeitung, Westfalen-Blatt, Neue Westfälische, Wetzlarer Zeitung, Giessener Allgemeine, Südkurier, Schwäbische Zeitung, Mannheimer Morgen, Rhein-Neckar-Zeitung, Almeen Dagblad, die Zeitung „Mädchen“ und viele mehr. amnesty-Gruppen in Berlin, Dresden, Bielefeld, Wetzlar und Heidelberg laden sie zu öffentlichen Veranstaltungen ein, die ausnahmslos gut besucht sind. Zwischendurch besucht Monira Rahman auf Verbrennungsopfer spezialisierte Krankenstationen in Berlin, Mainz und Groningen, Frauenhäuser in Dresden und Mannheim sowie andere Organisationen wie die Soroptimisten im holländischen Groningen und Terre des femmes in Tübingen.
amnesty international fordert wirksamen Schutz für die Journalisten in Kushtia. (siehe „Medien/Pressefreiheit“) Der neue UN-Menschenrechtsrat nimmt seine Arbeit auf. Einer der 47 Mitglieder ist Bangladesch.
amnesty international warnt, dass sich 22 Ahmadiyya-Familien in Lebensgefahr befinden. Mitglieder der islamistischen Gruppe International Khatme Nabuwat haben ihnen mit dem Tod gedroht. Sie planen für den 23. Juni einen Marsch auf die Ahmadiyya-Moschee in Aschkona im Norden der Hauptstadt Dhaka. amnesty international fordert die Regierung auf, die Ahmadiyya-Gemeinde zu schützen. Im Januar 2004 hat die bangladeschische Regierung die Schriften der Ahmadiyyas verboten. Das Publikationsverbot ist derzeit durch eine Entscheidung des High Court ausgesetzt.
Todesstrafe:
Sechseinhalb Monate nach einer Serie von Anschlägen werden 21 Islamisten von einem Gericht in Jhenidah nahe der indischen Grenze zum Tode verurteilt, davon drei in Abwesenheit. Die Urteile müssen noch vom obersten Gericht Bangladeschs überprüft werden.
Ein Gericht in der Stadt Barisal verurteilt sieben islamistische Extremisten zum Tode. Sie werden für schuldig befunden, bei einem Bombenanschlag im November 2005 zwei Richter getötet zu haben. Zu den Verurteilten gehören die Anführer zweier islamischer Gruppen, Abdur Rahman und Siddiqul Islam, genannt „Bangla Bhai“. Sie waren im März verhaftet worden und hatten ihre Tatbeteiligung gestanden. Einer der Verurteilten ist noch auf der Flucht.
Korruption:
Transparency International fordert von der bangladeschischen Regierung Innere Sicherheit/Polizei:
Medien, Universitäten, Bangladesch + Indien) Mehr als vier Monate nach der Serie von hunderten Anschlägen in Bangladesch wird ein mutmaßlicher Drahtzieher von einer Einheit des Rapid Action Batallion (RAB) in Khulna verhaftet. Der 27-jährige Zaiur Rahman gilt als Nummer 2 der Extremistengruppe Jamayetul Mujahideen. Am 17 August 2005 waren bei der Anschlagsserie 28 Menschen ums Leben gekommen.
Eine Gruppe von 60 Studenten schlägt in der Nacht auf den 29. Januar einen angeblichen Mörder an der Jahangirnagar Universität (JU) tot, als dieser zusammen mit zwei anderen versucht, ein junges Paar auf dem Campus zu berauben In Kushtia findet die Polizei bei einem religiösen Führer zwei Bomben, und Material zur Herstellung weiterer Bomben. Der Mann und fünf weitere Gefolgsmänner werden verhaftet und verhört.
In Khoksha werden sechs scharfe Bomben nahe eines Sägewerks, das einem AL-Gefolgsmann gehört, von Arbeitern so rechtzeitig gefunden, dass sie entschärft werden können.
In Talbunia stirbt ein „mutmaßlicher Krimineller“ und Mitglied der Purbo Banglar Communist Party (PBCP) in einem „Kreuzfeuer“ mit der paramilitärischen Sondereinheit Rapid Action Battaillion (RAB).
Zwei Putzfrauen entdecken in einer Ecke des Dhakaer Mogh Bazaar vier Handgranaten. Eine dieser Granaten vom Typ Arges 84 hat eine Explosionsreichweite von 30 Metern.
Ein Mitglied der JMB gibt an, dass die Kinoattentate von Mymensingh am 7. Dezember 2002 einen militanten Hintergrund gehabt haben. Bei den zeitgleichen Attentaten in insgesamt vier Kinos waren 20 Menschen gestorben. Eine Vielzahl von Opfern war danach verkrüppelt.
Bei einer Razzia in Saral erliegt ein „mutmaßlicher Krimineller“ dem RAB in einem „Kreuzfeuer“. Ein Verletzter bei einer Bombenexplosion an einem Auto-Rikshaw Stand in Khulna City. In Majhila nahe Kushtia wird ein 55-jähriger AL-Aktivist und ehemaliger Freiheitskämpfer auf dem Nachhauseweg in die Brust geschossen und mit einer Machete zerhackt. Bei einem „Kreuzfeuer“ mit der Polizei in Berakhali stirbt ein „mutmaßlicher Top-Extremist“ der PBCP.
Im Dorf Naragati kommt ein „mutmaßlicher Parteiführer im Untergrund“ durch ein Kreuzfeuer mit dem RAB ums Leben. Er soll für einen Mord verantwortlich sein.
Der Vorsitzende der lokalen BNP Fraktion in Gannabazar wird von zwei unbekannten Extremisten erschossen.
Ein „mutmaßlicher Anführer einer Piratengang“ kommt in einem „Kreuzfeuer“ mit der Polizei in Boyarchar ums Leben.
In Narayanganj kommt ein „gesuchter Krimineller“ in einem „Kreuzfeuer“ mit der Polizei ums Leben. Scheich Abdur Rahman, Führer der islamistischen Jamat-ul-Mujahideen (JMB), wird von einer Einheit des Rapid Action Batallion verhaftet. Voraus ging eine mehr als 24-stündige Belagerung eines Gebäudes in der Stadt Sylhet, in dem anschließend sichergestellt wurden. Abdur Rahman wird für zahlreiche Bombenanschläge der vergangenen Monate verantwortlich gemacht, bei denen mindestens 30 Menschen ums Leben kamen. Die JMB kämpft für die Einführung des islamischen Rechts in Bangladesch.
Vier Tage nach Scheich Abdur Rahman wird auch Siddikul Islam, genannt „Bangla Bhai“, verhaftet. Dabei verletzt er sich bei dem Versuch, eine Bombe zu zünden, selbst. Bangla Bhai wird für die Ermordung zahlreicher Anhänger der Sharbohara-Partei in der Umgebung von Rajshahi sowie für fortwährende Drohungen unter anderem gegen Journalisten verantwortlich gemacht.
Bei einem Bombenanschlag auf einem Bazar in Meherpur kommt ein BNP Mitglied ums Leben. Fünf weitere werden schwer verletzt. Bei einem Bombenanschlag in Jhenaidah kommt ein Journalist der Zeitung „Bangla Daily“ ums Leben. Zeugen berichten von drei Detonationen, die auf eine Baufirma abgezielt sein sollten. Sechs weitere Personen werden schwer verletzt, darunter die Besitzer der Baufirma. Bombenexplosion an einer Bushaltestelle in Khulna Stadt. Drei Verletzte.
Bei einem „Kreuzfeuer“ mit der Polizei kommt ein PBCP Aktivist im Dorf Charkol ums Leben.
Ein Mitglied der New Biplabi Communist Party NBCP kommt bei einem „Kreuzfeuer“ mit dem RAB im Dorf Shailogatia ums Leben.
Im April sollen zwei neue RAB-Einheiten eingeführt werden. Diese sollen in den Gebieten Narayanganj, Gazipur, Manikganj, Dhaka, Sirajganj, Bogra und Pabna eingesetzt werden. Insgesamt wird es dann zwölf RAB-Einheiten geben. In Sadar wird ein Mitglied der Biplabi Communist Party von der Islamic University Police in einem „Kreuzfeuer“ getötet. In Dauniaphat stirbt ein 40-jähriges Mitglied der PBCP bei einem „Kreuzfeuer“ mit dem RAB.
Ein „Kreuzfeuer“ ereignet sich in Dhakas Altstadt. Zuvor war „gesuchter Krimineller“ von der Polizei zuhause abgeholt und zwei Tage lang verhört worden.
Bei einem Zusammenstoß mit Demonstranten eröffnet die Polizei in Kansat bei Rajshahi das Feuer. Sechs Menschen sterben.
Bei einem „Kreuzfeuer“ mit dem RAB in Khulna und Jhenaidah kommen zwei Mitglieder der PBCP ums Leben.
Bei einem „Kreuzfeuer“ mit dem RAB auf dem Dhaka International Trade Fair Ground in Tejgoan kommt ein 30-jähriger, „mutmaßlicher Krimineller“ ums Leben. Bei „Kreuzfeuern“ mit der Polizei in Jhenaidah und Dhaka kommen zwei „mutmaßliche Kriminelle“ ums Leben. In Jhenaidah wurde das Opfer vom College abgeholt und hingerichtet. Er soll für fünf Morde und für „mehr als ein halbes Dutzend“ Kriminaldelikte verantwortlich gewesen sein. Das Opfer in Dhaka war ein erklärter Aktivist der Biplabi Communist Party. Bei „Kreuzfeuern“ mit der Polizei in Jhenaidah und Dhaka kommen zwei „mutmaßliche Kriminelle“ ums Leben. In Jhenaidah wurde das Opfer vom College abgeholt und hingerichtet. Er soll für fünf Morde und für „mehr als ein halbes Dutzend“ Kriminaldelikte verantwortlich gewesen sein. Das Opfer in Dhaka war ein erklärter Aktivist der Biplabi Communist Party. Bei einem Bombenanschlag auf ein Lebensmittelgeschäft kommt ein 52-jähriger BNP-Führer ums Leben. Sein Cousin wird schwer verletzt. Justiz/Rechtsprechung:
Justizminister will Geld für anwaltliche Hilfe bereitstellen. Sie soll den 4000 Bangladeschis zugute kommen, die in ausländischen Gefängnissen inhaftiert sind.
Justizminister Maudud Ahmed stellt das neue Code of Criminal Procedure (Amendment) Bill vor. Demnach soll künftig strikt zwischen ausführenden Beamten der Exekutive und den Verwaltungsrichtern.
Abdul Mannan Bhuiyan (BNP), Minister für Kommunalverwaltung und ländliche Entwicklung, bringt ein neues Gesetz zur Einführung des Gram Adalat (Schieds-/Dorfgericht) ins Parlament ein. Das Gram Adalat setzt sich aus dem Vorsitzenden des Union Parishad sowie je vier Mitgliedern der streitenden Parteien zusammen. Seine Anordnungen etwa über die Rückgabe von Eigentum und über Strafen bis 25 000 Taka sind gültig, wenn gleich sie auch vor höheren Gericht wieder angefochten werden können.
Militär:
US General Henry Stackpole dementiert, dass es in den USA Pläne gibt, in der Bucht von Bengalen eine Marinebasis zu aufzubauen.
Medien/Pressefreiheit:
Bei einem Bombenanschlag in Jhenaidah kommt ein Journalist der Zeitung „Bangla Daily“ ums Leben. Zeugen berichten von drei Detonationen, die auf eine Baufirma abgezielt sein sollten. Sechs weitere Personen werden schwer verletzt, darunter die Besitzer der Baufirma. Abdul Gofran (64), Chefredakteur des „Independent“, stirbt nach einer Herzattacke in Dhaka.
Bangladesch gehört nach einer Übersicht des Internationalen Presse-Instituts (IPI) in Wien zu den Ländern, in den Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs besonders gefährdet sind.
Im Stadion von Chittagong werden während eines Cricketspiels zwischen Bangladesch und Australien 16 Journalisten von Polizisten geschlagen und verletzt. Kameras und andere Ausrüstungsgegenstände werden beschädigt. Drei Tage später ruft eine Abteilung des High Court die Regierung auf, eine gerichtliche Regierung sagt zu, eine Einpersonenkommission zu berufen. Ein weiteres Komitee solle Vereinbarungen über die medizinische Versorgung der verletzten Journalisten und über Kompensation für ihr Equipment empfehlen. Die Kommission soll innerhalb von 15 Tagen die Täter identifizieren und Empfehlungen für rechtliche Initiativen erarbeiten.
Reporter ohne Grenzen kritisiert, dass in der 10 der 47 Mitgliedsstaaten Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung und die Rechte von Journalisten massiv verletzt werden. Unter den zehn Staaten ist neben China, Russland, Pakistan und Saudi Arabien auch Bangladesch.
Eine friedliche Demonstration von Journalisten in Kusthia wird von einer Horde von mit Steinen und Stöcken bewaffneter Anhänger des lokalen BNP-Abgeordneten aufgelöst. Die anwesenden Polizisten unternehmen nichts zum Schutz der Demonstranten. Die Journalisten protestierten gegen Falschklagen des BNP- Abgeordneten gegen die vier Journalisten Tarikul Islam Tarik. Al Mamun Sagar, Mizanur Razman und Hamidur Rahman. Alle vier sind nach massiven Drohungen Anfang Mai aus Kushtia geflohen.
Innenpolitik:
Nach 13-monatigem Boykott nimmt die oppositionelle Awami League (AL) erstmals wieder an einer Sitzung des nationalen Parlaments teil. Welche große Bedeutung auch die Nachbarn und Geberländer diesem Schritt der AL zumessen unterstreicht die Anwesenheit zahlreicher Diplomaten im Parlament, darunter Anwar Choudhury (Großbritannien), Veena Sikri (Indien) und Dr. Stephan Frowein (Europäische Union). Oppositionsführerin Scheich Hasina Wajed präsentiert eine Liste von fünf Vorschlägen zur Reform der Übergangsregierung vor Parlamentswahlen.
Weil immer mehr Ungereimtheiten bei der Aufstellung der Wählerlisten für die Parlamentswahl Anfang 2007 bekannt werden, mehren sich die Forderungen nach Entlassung der bisherigen und Bildung einer neuen Wahlkommission.
Regierung und Opposition streiten sich um die Einbeziehung der Jamaat-e-Islami in die Verhandlungen über eine Reform des Wahlrechts. Nur wenn die Islamisten ausgeschlossen seien, will die AL an den Gesprächen teilnehmen. Auf die Ankündigung eines Protestmarsches reagieren die Behörden mit einem 24-stündigen Demonstrationsverbot.
Die AL-Fraktion verlässt aus Protest eine Sitzung des Parlaments über Parlamentspräsident Jamiruddin Sircar hatte zuvor verlangt, dass Worte wie „Versagen“ und „Rücktritt der Regierung“ in der Debatte unterbleiben sollen.
Der Supreme Court lehnt den Einspruch des Vorsitzenden der Wahlkommission, Justice MA Aziz, gegen eine frühere Verfügung des High Court ab, die Wählerliste für die Parlamentswahl 2007 dürfe nicht völlig neu, sondern müsse auf Basis der bestehenden Wählerliste erstellt werden.
Die Wahlkommission beschließt, die Wählerlisten für die Parlamentswahl Wahlberechtigte, die sich nicht in der Liste wiederfinden, müssen allerdings mehrere Dokumente vorlegen. Kritiker meinen, dass dies viele abhalten könnte, eine Korrektur zu verlangen. Demonstrationen:
Hunderttausende fordern in Dhaka den sofortigen Rücktritt der Regierung Begum Khaleda Zias. Ein von der Awami League geführtes Bündnis von 14 Oppositionsparteien wirft der Koalition vor, beim Eindämmen der islamistischen Gewalt versagt zu haben. Außerdem kritisieren sie die steigenden Preise für Lebensmittel und Energie. Die Opposition spricht von mehr als einer Million Demonstranten, die Polizei von mehreren Zehntausend. Bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften werden mindestens 70 Menschen verletzt. Nach Angaben der Opposition wurden mehr als 6000 Personen festgenommen.
In Khulna protestieren Bürger über den Tod der 16-jährigen Rahima Sultana die von dem Ehemann ihrer Schwester brutal vergewaltigt und schließlich stranguliert worden ist.
14 Oppositionsparteien rufen zum Generalstreik auf. Es kommt zu sporadischen Kämpfen in Dhaka mit 80 Verletzten und 100 Verhaftungen.
Das von der Awami-Leaga geführte 14-Parteienbündnis protestiert in Dhaka und anderen Orten gegen die Ausfälle und zu hohen Preise bei Elektrizität, Wasser, Gas und Diesel.
Die Bangladesh Communist Party und die Bangladesh Sramik Trade Union Kendra rufen zu einem Generalstreik auf, um Veränderungen für die Arbeitskonditionen der Textil- und Bauarbeiter in Chittagong und Dhaka herbei zu führen. Es hatte mehrere Tote in den beiden Industrien gegeben. Es werden neun Teilnehmer verhaftet und später wieder frei gelassen.
Anhänger der Opposition liefern sich in Dhaka Kämpfe mit der Polizei. Sie fordern den Rücktritt des Vorsitzenden der Wahlkommission. Dabei werden mindestens 50 Personen verletzt.
Polizisten erschießen in Kansat in Nordbangladesch auf Teilnehmer einer erneuten Protestaktion gegen die drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten. Sechs Menschen sterben, unter ihnen ein zehnjähriger. 20 Polizisten und Hunderte von Demonstranten werden verletzt. Die Unruhen erstrecken sich über 25 Dörfer und dauern nun schon Tage an. Die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen zwei Monaten um 42 Prozent in die Höhe geschossen.
15 000 demonstrieren in Dhaka gegen die Politik der Regierung. Als einige versuchen, Absperrungen vor dem Amtssitz von Premierministerin Begum Khaleda Zia zu durchbrechen, setzt die Polizei Tränengas ein. Dabei werden Dutzende Menschen verletzt.
Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei in Dhaka werden mindestens 50 Menschen verletzt.
Die Juba Sangram Parisad organisiert einen Demonstrationszug vor das Innenministerium, um gegen Gräueltaten der Polizei an Journalisten und politischen Aktivistinnen zu protestieren.
In Demra und Shyanpur fordern die Dorfbewohner dieser Region eine dauerhafte Regelung des Wasser- und Stromproblems. Die seit zwei Monaten anhaltende Wasser- und Energie-Krise hat zu einem allgemeinen Zornausbruch geführt, der fünf Tage, bis zum 16. Mai, andauert.
Vor geplanten Demonstrationen gegen Stromausfälle und Wassermangel nimmt die Polizei nach einem Bericht der Zeitung „Ittefaq“ knapp 1500 Oppositionelle in Gewahrsam. Andere Medien sprechen von 600. Bei einigen Mitgliedern der Oppositionsparteien werden Hausdurchsuchungen vorgenommen.
Tausende Anhänger der Opposition versuchen die Zufahrtstraßen nach der Hauptstadt Dhaka zu blockieren. Sie fordern den Rücktritt der Premierministerin Begum Khaleda Zia und eine Wahlreform. An mehreren Stellen kommt es während des 36-stündigen Generalstreiks zu gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei, die Schusswaffen einsetzt. Dabei werden 200 Menschen verletzt. Zu den Forderungen gehören u.a. eine Reform des Caretaker Government System und des Wahlkomitees sowie der Rücktritt des Leiters des Wahlkomitees.
In Dhaka und an anderen Orten werden insgesamt 150 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Polizei und oppositionellen Demonstranten verletzt. Ziel der Protestmärsche war das Büro der Wahlkommission (Election Commission, EC) in der Haupt- und mehreren Distriktstädten. Zu den Demonstrationen aufgerufen hat die von der AL geführte 14 Parteien-Allianz. Unter den Verletzten ist der AL-Abgeordnete Tanjim Ahmed Sohel Taj.
Gewerkschaften/Streiks:
In Dhaka beginnen Textilarbeiter mit Demonstrationen, bei denen sie von den Fabrikbesitzern höhere Löhne fordern. Als die Unternehmer daraufhin Polizei anfordern, kommt es tags darauf zu schweren Zusammenstößen, bei den ein Arbeiter ums Leben kommt. Nach unterschiedlichen Angaben werden bis zu zehn Fabriken von den Streikenden in Brand gesetzt. Auch zahlreiche Lkw, Busse und kleinere Autos brennen. Die Unternehmer drohen, ihre Fabriken zu schließen, falls die Regierung nicht einschreite. Die nationale Industrie- und Handelskammer FBCCI fordert den Einsatz der Armee zum Schutz der Textilbetriebe.
Die Unruhen unter den Textilarbeitern dauern an. 62 Textilfabriken werden verwüstet oder geplündert, mindestens zehn in Brand gesetzt. Auch zwei andere Fabriken und fast 200 Fahrzeuge werden in den Industrieregionen Savar, Mirpur, Pallabi, Kafrul, Tejgaon und Gazipur zerstört. Mindestens zwei Textilarbeiterinnen kommen ums Leben. Die Polizei inhaftiert 50 Demonstranten allein in Savar. Zudem lässt die Regierung Angehörige der paramilitärischen Bangladesh Rifles an „sensitiven“ Plätze in Dhaka Stellung beziehen.
Bildung/Universitäten:
Lehrer an der Rajshahi Universität starten einen dreitägigen Streik. Sie fordern die Zurücknahme der Ernennung von 546 „kontroversen“ Angestellten, die am 21. Januar auf dem Campus randalierten.
Eine Gruppe von Studenten greift am 28. Januar den Direktor der Siddheswari Universität an und randaliert in seinem Büro. Sie fordern seinen Rücktritt wegen angeblicher Korruption. Zudem protestieren sie gegen die angebliche Verwicklung von Direktor Rafiqul Islam in den Zwischenfall vom Donnerstag, wo zwei Studenten haben. Sie drohen mit einem unbefristeten Streik, der solange dauern soll, bis die Forderungen erfüllt seien.
Die Zeitung „Daily Star“ beklagt sich über die schlechte Ausstattung an ländlichen Schulen. Laut Rasheda K Chowdhury, Direktor der Campaign for Popular Education (CAMPE), sind die Lehrer in armen ländlichen Gebieten oft abwesend. Teilweise vermieten sie ihren Job weiter. Die Weiterbildung der Lehrer hakt. Bücher und Lehrmethoden sind uninteressant, so dass sich die Kinder langweiligen. Obwohl immer mehr Kinder zur Schule gehen (80 Prozent), können am Ende zwei Drittel können nicht oder nur eingeschränkt lesen und schreiben Stipendien der Regierung, die seit 2002 armen Familien helfen sollen, ihre Kinder zur Schule zu schicken, geraten oft in falsche Hände. Im Durchschnitt landen 30 Prozent statt bei den Armen-Familien in „unsichtbare“ Geldbörsen.
An der Dhaka Universität (DU) sollen Prüfungsaufgaben in Political Sciences vielen Studenten schon vorab gekannt gewesen sein.
90 Lehrer der Rajshahi Universität fordern den Rücktritt des Vize-Kanzlers Prof. Altaf Hossain. Er würde nichts gegen den Shibir- Präsidenten Shalehi in die Wege leiten.
Aktivisten der Jatiyatabadi Chhatra Dal (JCD), dem Studenten-Flügel der regierenden BNP, entführen einen wegen einer Vergewaltigung angeklagten Studenten aus der Polizei-Haft.
Zwölf Studenten an Eden College werden verletzt, als JCD-Kader die demonstrierenden Studenten attackierten. Die Studenten blockierten die Straße vor dem Campus. Polizisten beobachten die Szene, ohne etwas zum Schutz der Studenten zu unternehmen.
Auf massiven Druck von Studenten verschiebt die Technische Universität in Dhaka für Juni angesetzte Prüfungen. Grund: Die Stundenten wollen die Fußballspiele der WM in Deutschland im Fernsehen verfolgen.
Nach derzeitigem Untersuchungsstand für den Mord an Prof. Muhammed Yunus in Rajshahi im Jahr 2004 waren der Shibir- Kader Zafar Babu und ein Komplize in der Vierer-Gruppe, die den Professor töteten.
Zwei Lehrer der Rajshahi-Universität werden suspendiert, da sie zwei Studentinnen sexuell missbraucht haben sollen.
Am ersten Tag der ‚Higher Secondary Certificate-Prüfungen, dem 14. Mai, werden 57 wegen Schummelns ausgeschlossen.
Im Zuge der Diskussion um Mohammed-Karrikaturen in einer dänischen Zeitung rufen zwölf internationale Intellektuelle zu Widerstand gegen religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit auf. Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehört neben Salman Rushdie, Bermard-Henri Lévy und Ayaan Hirsi Ali auch die aus Bangladesch stammende Schriftstellerin Taslima Nasrin.
Der vorsitzende Imam der Tipu-Sultan-Moschee in Kalkutta verspricht in einer Fatwa jedem, der das Gesicht der Schriftstellerin Taslima Nasrin schwarz färbt und sie aus dem Land jagt, umgerechnet 870 Euro. Nasrin, deren Antrag auf indische Staatsbürgerschaft abgelehnt worden ist, lebt seit etwa einem Jahr mit einem Tourismus-Visum in Indien. Aus ihrem Heimatland Bangladesch musste sie bereits 1994 nach Mordaufrufen eines islamischen Geistlichen fliehen.
Religionen:
Die Beerdigung einer Ahmadiyya-Frau auf einem islamischen Friedhof wurde verhindert. 5000 Mitglieder der Anti-Ahmadiyya-Bewegung protestieren auf einem Friedhof in der Upazilla Nabinagar und verhinderten 22 Stunden lang die Beerdigung. Die Frau sei keine Muslimin und könne nicht auf einem islamischen Friedhof beerdigt werden. Zum Schluss entschieden die Verantwortlichen, dass sie auf einem separaten Teil des Friedhof beerdigt werden soll.
Zwei Hindus werden getötet und zehn andere verletzt, drei von ihnen schwer, als Landräuber sie in Churer Bhita, Dhubaura Upazila, angreifen. Die Polizei inhaftiert Omar, von dem die Polizei und Dorfbewohner sagen, dass er seit Jahren Landraub organisiert. Diesmal kam er mit 25 Männern und scharfen Waffen.
Muslims aus aller Welt feiern am Ufer des Turag bei Dhaka „Biswa Ijetma“, das nach der Hadsch zweitgrößte islamische Fest.
Die islamistische „International Khatme Nabuat Movement Bangladesh“ Dhanikhola, Trishal Upzila, zu besetzen. Die Polizei sagt, dass sie Maßnahmen ergreifen werde, wenn die Moschee besetzt werden sollte. In den vergangenen zwei Jahren hat die IKNMB versucht, Ahmadiyya-Zentren zu schließen, Hassplakate an ihren Moscheen anzubringen und religiöses Material zu konfiszieren. Einige dieser Aktionen werden von der lokalen Polizei verhindert. Jedoch werden ein Ahmadiyya-Prediger getötet, Ahmadiyyas illegal unter Hausarrest gestellt und Straßen-Hetze gegen Ahmadiyyas zugelassen. Die Regierung hat die Ahmadiyya-Publikationen verboten – ein Entscheid, der jedoch kürzlich vom High Court aufgehoben wurde. Die Regierung hat den entscheidenden Schritt versäumt, die Gewalt gegen die Ahmadiyyas zu verdammen.
Etwa 4000 Anhänger des Islam demonstrieren in Dhaka gegen die Veröffentlichung von den Propheten Mohammed kritisierenden Cartoons in Europa.
Bei einer Demonstration gegen die Mohammed-Karrikaturen kommt es zu Kämpfen zwischen Polizisten und Demonstranten. Mehr als 50 Menschen werden verletzt.
Wali-ur-Rahman schreibt im “Dhaka Courier“ zur Kartoon-Kontroverse: In Europa hat es lange Zeiten der religiösen Intoleranz gegeben. Z: B. mussten viele Protestanten in die Niederlande, Muslimische Schulen waren damals häufig toleranter. Viele Philosophen und Historiker wie Ranke, Gibbon, Toynbee und Sprengler wurden von diesen Schulen inspiriert.
Als Muslim verurteile ich die Publikationen der Kartoons des Propheten Mohammeds in der obskuren Zeitschrift Jyllands-Posten. Aber als Weltbürger verurteile ich ebenso die Wut, den Tod und die Zerstörung in deinigen muslimischen und arabischen Staaten. Die Protestierenden riefen in England: „Freiheit gehe zur Hölle.“ Was am tragischsten ist: Die arabischen Staaten – die meisten von Demonstration brutal – haben Demonstrationen vor den dänischen und norwegischen Botschaften wegen den Islam-Kartoons initiiert. Als Moslem ist mir dies furchtbar peinlich. Denn diese Länder sind gegen Pressefreiheit. Sie fürchten Demokratie. Arabische Petrodollars werden in Länder wie Bangladesch gesandt, um Ausrüstungen für Extremisten zu kaufen und Hass zu schüren.
Am meisten bestürzt die Ideologie von Al Qaida und Salafi-Takfiris oder Hizb-ut-Tahrir (HT). Sie schüren Hasskampagnen gegen die westlichen Demokratien. Die Lehren widersprechen dem Koran: Der Jihad, der Heilige Krieg, ist eine legitimierte Selbstverteidigung (Koran 2,136). Der Koran sagt (2,190): Bekämpfe im Namen Gottes, die die dich bekämpfen.- aber unterstütze keine Aggression. Gott liebt keine Aggression.
Wakil-ur Rahman ist Mitglied des International Institute of Strategic Studies (IISS), London. Derzeit arbeitet er an einem Buch „The Rise of Religion Extremism in Bangladesh“.
Der High Court (HC) fordert die Regierung auf, zu erläutern, warum sie die religiösen Minderheiten nicht schützt und nicht adäquate Opferhilfe leistet. Die Regierung ist aufgefordert, innerhalb von drei Wochen zu antworten. Die Petition geht davon aus, dass ungefähr 15 000 Verfolgungsfälle von religiösen Minoritäten seit 2001 vorliegen, einschlossen Folter, Mord, Landraub und Vergewaltigung.
Die US-Commission of International Freedom (USCIRF) gibt jedes Jahr eine Liste von Ländern heraus, in denen die Regierung die Religionsfreiheit dramatisch einschränkt oder solche dramatischen Einschränkungen toleriert. Zusätzlich zu dieser Liste wird eine Watch List von Ländern aufgestellt, in denen die Bedingungen nicht diesen Level erreichen, aber auch stark eingeschränkt werden. Auf dieser zweiten Liste befindet sich auch Bangladesch. Militante Islamisten attackieren dort Hindus, Christen, Ahmadiyyas und andere Muslime, die eine ihnen nicht genehme Interpretation des Islam vertreten, sowie NGOs, die für die Rechte von Frauen und allgemein für Menschenrechte eintreten. Dramatisch viele Hindus haben das Land in den vergangenen Jahren verlassen. Es wird befürchtet, dass bei den Wahlen 2007 Minoritäten an der Wahlbeteiligung behindert werden. Bei der Wählerregistrierung sei es bereits zu vielen Unregelmäßigkeiten gekommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es nach den Wahlen wieder zu Ausschreitungen gegen Hindus kommt - wie 2001. Die Gewalttäter blieben in der Regel unbestraft. In letzter Zeit gab es jedoch auch Erfolge, nämlich die Inhaftierung der islamistischen Führer Siddiqul Islam, besser bekannt als Bangla Bhai, und Sheik Abdur Rahman.
Weitere Infos im Netz unterwww.uscirf.gov/mediaroom/press/2006/may/05032006AR_CPCpressrelease.html Ahmadiyyas werden nach einem Bericht des „Daily Star“ von Mitgliedern des International Khatme Nabuwat Movement daran gehindert, ihre religiösen Feste zu feiern. Die Ahmadiyyas fordern, dass die Regierung ihre verfassungsmäßigen Rechte sicherstellt, ihnen ihre Moscheen wieder gibt und es ihnen ermöglicht, ihre Feste zu feiern. Die Gegner dagegen fordern erneut, dass die Regierung die Ahmadiyyas für nichtislamisch erklären soll.
Chittagong Hill Tracts:
Nach der Anhörung einer Petition, eingereicht durch den Bangladesh Legal Aid and Services Trust (Blast), fordert der High Court die Regierung auf, einen Grund aufzuzeigen, warum sie nicht angewiesen werden sollte, Gerichtshöfe und Schiedsgerichte in den drei Distrikten der CHT einzurichten. Blast hatte gefordert, den CHT Regulation (Amendment) Act 2003 und den Paragraphen 26 des Nari O Shishu Nirjaton Daman Ain – 2000, die die Regierung in allen Distrikten umgesetzt hatte, auch in den CHT umzusetzen. Sie bestimmen die Einsetzung von Gerichtshöfen und Schiedsgerichten, um der Repression von Frauen und Kindern vorzubeugen. Im Khagrachhari-Distrikt werden einige Indigene, die an Protesten gegen illegale Landbesetzung durch Siedler teilnehmen, von Militärangehörigen geschlagen und verhaftet. Am Folgetag werden sie in das Gerichtsgebäude von Khagrachhari gebracht. Später werden zwei von ihnen nach draußen geführt, ihnen werden Waffen in die Hände gelegt, mit denen sie fotografiert werden. Sie bleiben in Polizeihaft auf Grund einer Falschanzeige wegen illegalen Waffenbesitzes.
Im Mahalchari-Unterdistrikt in Khagrachhari werden zwei Frauen der Marma von einer Gruppe bengalischer Siedler grausam vergewaltigt. Zuvor hatten die Männer damit begonnen, illegal Land zu besetzen, als die Frauen hinzukommen und dagegen protestieren. Im Verlauf werden ein buddhistisches Kinderheim und viele Häuser weitere Häuser geplündert und etwa 30 Indigene zum Teil kritisch verletzt. Polizisten einer nahe gelegenen Polizeieinheit greifen nicht ein.
Hunderte Frauen der Frauenorganisation Durbar-Network bilden vor dem Amtssitz des stellvertretenden Polizeipräsidenten aus Protest gegen die Unterdrückung der indigenen Fauen in Maischari im Mahalchari-Upazila am 3. April eine Menschenkette. Nach einer Stunde übergeben Vertreterinnen des Networks ein Memorandum u.a. an den stellvertretenden Polizeipräsidenten. Darin fordern sie die Verhaftung und exemplarische Bestrafung der Täter.
Salma Khatun (23), bislang Auszubildende bei der Bahn, ist die erste Lokomotivführerin Bangladeschs. Bei der ersten Fahrt zwischen Laksham und Noakhali versammeln sich Hunderte auf den Bahnhöfen, um sie zu sehen.
BRAC beginnt im Hinblick auf den Weltfrauentag landesweit ein einwöchiges Programm unter dem Thema „Die aktive Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen kann häusliche Gewalt stoppen“. Nach einem Bericht der Zeitung „Gulf News“ haben seit dem Verbot des Einsatzes von Kindern unter 18 Jahren als Kameljockeys im Juli vergangenen Jahres 1073 Jungen die Vereinigten Arabischen Emirate Mädchen verlassen. Nur noch etwa 20 Kinder warteten in Heimen auf ihre Rückkehr nach Pakistan, Sudan, Mauretanien oder Bangladesch. Reiter bei Kamelrennen dürfen nun nicht mehr jünger als 18 Jahre und nicht leichter als 45 Kilogramm sein.
Nach Angaben der Weltbank ist der Anteil unterernährter Kinder in Südasien mit 38 bis 51 Prozent größer als in Afrika südlich der Sahara (26 Prozent). Ursache sei nicht nur ein Mangel an Nahrungsmitteln, sondern auch das Unwissen von Müttern und schlechte Gesundheitsversorgung. Bangladesch habe allerdings durch Ernährungsschulungen schon Fortschritte gemacht. Die Weltbank Vitaminprogramme und Aufklärungskampagnen zur Verfügung zu stellen.
Acht Millionen Kinder unter fünf Jahre haben nach einem Bericht des „Daily Star“ Untergewicht. Die Kindersterblichkeit liegt bei 56 von 1000. Nach den UN-Millenniumszielen sollte sie nicht über 32 liegen. Ein großes Problem seien mangelhafte sanitäre Anlagen und Wassermangel.
Die Mikrokreditprogramme erreichen die extrem Armen kaum, klagt die Zeitung „Daily Star“. Mindestens 30 Prozent der Bevölkerung gehören zu den extrem Armen und nur 12 bis 15 Prozent kamen davon bisher in den Genuss eines Mikrokredits.
Kinder und Frauen sind die schlimmsten Opfer des Monga. Sie verbleiben oft in einem dauernden Hungerzustand mit kaum einer Mahlzeit am Tag. Monga ist die Bezeichnung für eine jährlich wiederkehrende Gaibandha, Lalmonirhat, Kurigram und Nilphamari im Norden Bengalens in den Monaten September bis November. Chronische Mangelernährung ist die gefährlichste Krankheit in diesen Gegenden; sie hat verheerende Konsequenzen auf die Produktivität und das Wohlergehen. An diesem 21. Mai organisiert das UN World Food Programme einen Marsch zum Kampf gegen den weltweiten Hunger. In Bangladesch findet er in Dhaka, Chittagong, Jessore, Rangpur und Rangamati statt.
Weltweit sind 800 Millionen Menschen von Hunger und Mangelernährung betroffen, in Bangladesch die Hälfte der Bevölkerung. Diese Menschen sind nicht in der Lage zu lernen und zu arbeiten. Besonders betroffen ist Kurigram. Während der Mongazeiten ist der Reis auf dem Feld nicht reif, und andere Möglichkeiten, Geld zu verdienen, gibt es in dieser Gegend auch nicht.
Das World Food Programme (WFP) verteilt an 4000 Schulen in den ärmsten Gebieten Bangladeschs jeden Tag ein Paket Biskuit von 75 g mit Nahrungsergänzungsmitteln. Das hat zur Folge, dass mehr und mehr Eltern ihre Kinder zur Schule schicken. Dieses Programm „Nutrition for Education“ ist ein großer Erfolg.
Es gibt ein weiteres Projekt einer lokalen NGO im Ort Apuar Katha of Pundal Union, Ulipur upzilla, wo Kinder und Erwachsene Unterricht über Ernährung und Gesundheit haben. Das ist gerade deswegen wichtig, weil die Mangelernährung von Schwangeren häufig eine normale Entwicklung der Babys verhindert.
Von 130 Millionen Menschen in Bangladesch lebt die Hälfte in Armut mit weniger als 2100 Kilokalorien pro Tag. 30 Millionen leben in extremer Armut mit weniger als 1800 Kilokalorien pro Tag.
Eine Studie der Weltbank warnt vor einem Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich in Gesundheit/Bevölkerungsentwicklung:
Bluttransfusionsgrenzen. Die Regierung plant, weitere 100 einzurichten und 19 wichtige Zentren zu modernisieren. Die Kosten von 3 Millionen Dollar trägt die Weltbank In Folge der seit einem Monat andauernden Kältewelle sind in Nordindien und Bangladesch 200 Menschen erfroren. Die Opfer waren zumeist obdachlos.
Die bangladeschische Regierung, WHO und Unicef beginnen mit dem nach eigenen Angaben weltgrößten Schutzimpfungsprojekt gegen Masern. Insgesamt 33 Millionen Kinder sollen in den kommenden drei Wochen gegen die Kinderkrankheit imunisiert werden. Jährlich sterben in Bangladesch 20 000 Kinder an Masern.
Die Weltbank veröffentlicht einen Bericht mit dem Titel „Vergleichende Vorteile zwischen öffentlicher und privater Gesundheitsversorgung in Bangladesch“. Dazu wurden 50 Einrichtungen auf Upazila- und Landesebene untersucht. Aus Sicht Gesundheitseinrichtungen eine niedrigere Qualität als die von privaten Anbietern oder NGOs, dafür sind sie preislich erheblich günstiger. Auf der Upazila-Ebene hätten NGO-Einrichtungen die beste Qualität und die beste Erreichbarkeit. Nach einer Untersuchung durch das Institut für öffentliche Gesundheitsernährung und das Helen Keller International leiden in ländlichen Gebieten 68 Prozent der Kinder zwischen sechs bis neun Monaten an Anämie, Kinder zwischen sechs bis elf Monaten zu 92 Prozent. 46 Prozent der Nichtschwangeren und 39 Prozent der Schwangeren sowie 40 Prozent der heranwachsenden Mädchen und 31 Prozent der heranwachsenden Jungen leiden an Anämie. Grund ist häufig eine Mangelernährung. Die aktuelle Anämierate liegt höher als 2001: Unglücksfälle/Naturkatastrophen:
Bei einem Steinbruch in der Nähe von Sylhet kommt es innerhalb bei einem schweren Gewitter innerhalb von 15 Minuten zu mehreren Blitzeinschlägen. Neun Menschen sterben, weitere 25 werden verletzt.
In Chittagong fängt eine Textilfabrik Feuer. Die Zahl der Todesopfer wird von den Behörden mit mindestens 61 angegeben. Andere Schätzung gehen bis zum Doppelten dieser Zahl. Mehr als 70 seien schwer verletzt. Nach Angaben von Beobachtern haben Wachmänner die Ausgänge versperrt, um zu verhindern, dass die Arbeiterinnen in dem Tumult Textilien stehlen. Die Fabrik zählte 500 Beschäftigte. Ursache war möglicherweise ein Kurzschluss. Bei Bränden in bangladeschischen Textilfabriken sind nach Branchenangaben seit 1990 etwa 350 Menschen getötet worden, 2500 wurden verletzt.
Beim Einsturz einer mehrstöckigen Textilfabrik in der Nähe von Dhaka sterben mindestens 20 Menschen; knapp 60 sind schwer verletzt. Die Ursache des Unfalls ist unklar.
Im Süden Bangladeschs sinkt eine Fähre mit 150 Passagieren. Mindestens 50 werden vermisst.
Wieder kommt es zu einem Unfall in einer Bekleidungsfabrik in Chittagong Sicherheitsvorkehrungen. 140 Arbeiter werden verletzt, 20 davon kritisch.
Bei einem Brand in Gazipur sterben drei Arbeiterinnen der Fabrik Sayem Fashions. Nach Informationen der Kampagne „Saubere Kleidung“ Textildiscounter NKD und KiK produziert. KiK weist dieses zurück.
mindestens sieben Menschen ums Leben.
Im Bezirk Kushtia kentert ein zur Fähre umgebauter Fischkutter. Mindestens zwölf Menschen sterben.
Im Südosten Bangladeschs dringen mehrere Nächte lange randalierende Elefanten in das Dorf Barkal ein. Sie verwüsten Häuser und zerstören die Ernte. Die Bewohner verbringen die Nacht inzwischen in Booten auf dem Rangamati-See. In Bangladesch sterben jährlich etwa 15 Menschen durch wütend gewordene Elefanten. Vermutlich liegt es daran, dass der Lebensraum der Tiere immer weiter eingeengt wird.
Etwa eine Million Menschen sind von schweren Überschwemmun-gen im Nordosten Bangladeschs betroffen. 10 000 verloren nach Agenturberichten das Dach über ihrem Kopf. Große Teile der Ernte wurden vernichten. Die Überschwemmungen forderten bislang fünf Todesopfer.
Umwelt/Natur:
Bangladesch gehört mit Somalia und der Dominikanischen Republik zu den drei Staaten, die am meisten unter der Klimaänderung leiden. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Entwicklungs- und Umweltorganisation Greenwatch, die in Bonn vorgestellt wird. „Der Klima-Risiko-Index zeigt, dass die ärmeren Länder insgesamt von extremen Wetterereignissen sehr viel stärker betroffen sind als die reicheren“, sagt Sven Anemüller, Referent für Klima und Entwicklung bei Greenwatch.
Indiens oberstes Gericht erlaubt dem ehemaligen Kreuzfahrtschiff „Norway“ die Einfahrt in indische Gewässer. Es widerspricht damit der Umweltbehörde, die das Schiff im vergangenen Monat daran gehindert hat, den Hafen Alang im Bundesstaat Gujarat anzusteuern. Dort soll das Schiff abgewrackt werden. Nach Angaben von Greenpeace sind in dem Schiff, das auch „Blue Lady“ genannt wurde und 1962 in Frankreich vom Stapel lief, 900 Tonnen Krebs erregendes Asbest verbaut. Anfang Mai hat die „Norway“, die inzwischen einem Geschäftsmann aus Bangladesch gehört, Malaysia verlassen und irrt seither über den Ozean. Auch Bangladesch hat ein Einfahrverbot verhängt.
Landwirtschaft/Fischerei:
In der Nähe von Cox’s Bazar fangen Fischer einen neun Meter langen Hai.
Agrarexperten stellen beim Seminar der Awami League fest, dass in vier Jahren der jetzigen Regierung im Schnitt jedes Jahr zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weniger produziert wurden.
Die Landwirtschaft, insbesondere der Feldanbau, ist sehr von den Überschwemmungen 2005 beeinträchtigt worden. Wie die Bangla-desh Bank berichtet, ist der Feldfrüchtesektor um 3,3 Prozent ge-sunken – verglichen mit einem Wachstum von 4,3 Prozent in 2004. Viehwirtschaft sowie Forstwirtschaft und Fischerei konnten dage-gen ein Wachstum verzeichnen.
Technik/Energie/Wasserversorgung/Verkehr:
Die Weltbank gibt bekannt, dass die zunehmende Krise in der Energieversorgung auf mangelnde Transparenz in verschiedenen Projekten zurückgeht. Daher hat sie, um Rechtsmittel bestimmen zu können, die internationale Finanzkoorperation eingeschaltet. In den Projekten will die Regierung privaten Sponsoren erlauben, zehn kleine Elektrizitätswerke zwischen 10 bis 30 Megawatt und ein 450 Megawatt-Elektriz8itätswerk in Siraganj zu bauen. Die Landesdirektorin der Weltanl, Christina Wallich; sagt, die Weltbank würde 150 Millionen Dollar für ein 240 Megawatt-Elektrizitätswerk in Siddhirganj bereitstellen.
Die Gruppe „Save the Environment Movement“ (SEM) protestiert mit einer Menschenkette gegen die Krise bei Elektrizität und Wasser. Die Nachfrage nach Elektrizität in Dhaka beträgt 1800 MW, aber es stehen nur 1050 MW zur Verfügung. Außerdem werden in Dhaka 220 Milliarden Liter Trinkwasser benötigt, es stehen aber nur 175 Milliarden zur Verfügung. Soldaten sichern bei einem akuten Wassermangel die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser.
Wirtschaft/Außenwirtschaft:
Bangladesch erwartet nach einem Bericht des „Daily Star“ ein neuen Rekordwachstum von 6,86 Prozent.
Der amerikanische Kongress-Abgeordnete Joseph Crowley äußert bei einem Besuch in Dhaka wenig Aussichten, dass das Gesetzesvorhaben, das 13 der ärmsten Länder zollfreien Zugang zum US-Markt gewähren soll, schon 2006 in Kraft treten wird. Unter den 13 Ländern ist Bangladesch. Vor allem die Textilindustrie setzt große Hoffnung in den Gesetzentwurf.
Einzelhandelsunternehmens Tchibo, macht die Entlassung von 219 Textilarbeiterinnen, die im Jahr 2004 eine gewerkschaftliche Vereinigung gründeten, rückgängig. Zehn Frauen kehren an ihre Arbeitsplätze zurück. Die anderen, die inzwischen neue Jobs gefunden haben, erhalten eine Entschädigung. Terre des femmes und die Kampagne für Saubere Kleidung haben den Fall in Deutschland bekannt gemacht. Zahlreiche Kundinnen und Kunden von Tchibo reagierten verunsichert oder protestierten vor einzelnen Filialen des Hamburger Konzerns.
Kohlenmine in Phulbari im Dinajpur-Distrikt, plant, mit seinen Aktien in Bangladesch an die Börse zu gehen. Experten des südasiatischen Wirtschaftsbündnisses SAFTA diskutieren bei einem Treffen in Dhaka den gegenseitigen Abbau von Zöllen und anderen Handelsschranken.
Die Preise wichtiger Lebensmittel sind in der zurückliegenden Woche um ungewöhnliche 20 bis 30 Prozent gestiegen. Damit sind sie für viele Familien unerschwinglich geworden. Ein Grund sind die gestiegenen Energiekosten.
Die Mitglieder der Staatengruppe der D8 unterzeichnen beim Gipfeltreffen wechselseitigen Handel. Die D8-Gruppe wurde im Juni 1997 gegründet. Mitglieder sind die mehrheitlich islamisch geprägten Staaten Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Malaysia, Nigeria, Pakistan und Türkei.
Außenpolitik:
Bei einem Staatsbesuch von Begum Khaleda Zia in Indien vereinbaren beide Seiten die Einrichtung eines Komitees für die Einführung Bangladesch nach Agartala in Indien und von Shealdah in Indien nach Joydevpur in Bangladesch. Sie unterzeichnen zwei Verträge zur Ausweitung des bilateralen Handels und zur Vorbeugung von illegalem Handel mit Betäubungsdrogen und psychotropischen Substanzen. Eine Vereinbarung zum Schutz und zur Förderung von Investitionen war geplant, wird aber nicht unerzeichnet. Die bangladeschische Regierung fordert Indien auf, konkrete Schritte zu unternehmen, um den Export aus Bangladesch zu ermutigen und den Zugang von bangladeschischen Produkten auf den zollfreien Markt zu unterstützen. Weitere Themen sind die Wasserversorgung, Sicherheitsfragen, Fundamentalismus und illegale Migration von Bangladesch nach Indien. Bangladesh 26. Bei einem Staatsbesuch in Pakistan unterzeichnen Vertreter von Bangladesch und Pakistan in beisein von Begum Khaleda Zia und Premierminister Shankat Aziz vier Verträge zur Koorperation in Landwirtschaft, Produktstandardisierung und Qualitätssicherung.
Die neue Botschafterin der USA, Patricia A. Butenis, trifft in Dhaka ein. Bei ihrer ersten Pressekonferenz etwa zwei Wochen später fordert sie die Politiker auf, gegen Korruption und andere Hindernisse für wirtschaftliches Wachstum vorzugehen.
Die erste Untersuchungskommission der EU wird im Juni nach Bangladesch reisen, um die Situation vor den Wahlen zu untersuchen. Auf der Basis dieses Berichtes werden die Beobachter in verschiedenen Phasen beschäftigt. Die Kommission wird von einem Mitglied des EU-Parlaments geleitet und besteht aus Untersuchungsinstituten in Europa. Im Vergleich zu 2001 werden 150 statt 90 Wahlbeobachter von der EU geschickt.
Bangladesch und Indien:
Premierministerin Begum Khaleda Zia trifft zu einem dreitägigen Staatsbesuch in der indischen Hauptstadt New Delhi ein.
In der Hindu-Pilgerstadt Varanasi (Benares) werden unter anderem drei Männer aus Bangladesch festgenommen. Sie werden von der indischen Polizei beschuldigt, in ein Attentat am 7. März verwickelt zu sein. Dabei waren 20 Menschen ums Leben gekommen.
Bei einem Sturm von Mitgliedern des bangladeschischen Rapid Action Battalion (RAB) auf ein geheimes Versteck der indischen National Liberation Front of Tripura (NLFT) werden zehn Aufständische im abgelegenen Dschungel bei Sajek im Grenzgebiet zu Indien getötet. Etwa 50 NLFT-Mitgliedern gelingt die Flucht.
Biharis:
Bei Protesten der in Flüchtlingscamps lebenden „Biharis“ kommt es in Dhaka in der Nähe des Mohammadpur-Camps zu Zusammenstößen mit der Polizei. Dabei werden bis zu 30 Demonstranten verletzt und 20 inhaftiert. Vor der pakistanischen Botschaft fordern die „Biharis“ ihre Umsiedlung nach Pakistan. Außerdem verlangen die Flüchtlinge, deren Name an die vielfache Abstammung aus dem indischen Bundesstaat Bihar erinnert, Schulen Notunterkünften, die bereits 1971 unmittelbar nach der Unabhängigkeit Bangladeschs eingerichtet worden sind.
Bangladeschis im Ausland:
Mizanur Rahman und drei weitere Bangladeschis werden in Marokko festgenommen. Der Tipp kam offenbar von der bangladeschischen Botschaft in Rabat. Immer wieder sterben Flüchtlinge bei dem Versuch, von Nordafrika kommend auf kleinen Booten das Mittelmeer zu überqueren und in Italien oder Spanien um Asyl nachzufragen.
Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien schneiden Migranten aus Bangladesch besonders in London gut ab. Die meisten kandidieren für die Labour-Party, gefolgt von der Respect Party, den Liberalen und sogar der Konservativen Partei. Die beiden Einwanderer-Brüder aus Bangladesch, die am 2. Juni in London nach einer Anti-Terror-Razzia festgenommen worden waren, sind wieder auf freien Fuß. Die Chemiebombe, die die Polizei nach Hinweisen des britischen Inland-Geheimdienstes MI5 suchte, ist nicht gefunden worden. In Großbritannien lebende Muslime haben scharf gegen die Verhaftung demonstriert, bei der einer der beiden Brüder durch einen Schuss aus einer Polizeipistole verletzt wurde. Angeblich hatte sich der Schuss bei einem Handgemenge im Treppenhaus gelöst.
Entwicklungszusammenarbeit:
Nach einer Studie der Weltbank ist die Wachstumsrate von ländlichen Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen von 2,1 auf 4,1 Prozent in den vergangenen 20 Jahren gestiegen. Die Wachstumsrate der Beschäftigung im nichtlandwirtschaftlichen Sektor ist in dem Zeitraum um 3,8 Millionen auf 9 Millionen gestiegen. In ländlichen Gebieten hat der Herstellungssektor eine Wachstumsrate von 6,1 Prozent und eine Wachstumsrate der Beschäftigten von 10,4 Prozent.
Die ausländische Entwicklungshilfe hat in Bangladesch um 40 Prozent abgenommen. Die Regierung erhält für Juli-Dezember 488 Millionen US-Dolllar – im Vergleich zu 815 Millionen der entsprechenden Periode 2005. Viele Programme seien nicht gestartet worden.
Im Juni planen die Regierung und die Weltbank einen Vertrag zu unterzeichnen, dach dem die Weltbank den bau eines Dorfes für die Textilindustrie mit 150 Millionen Dollar unterstützt. Es soll am Ufer des Dhaleswari in Narayanganj gebaut werden. falls der vertrag unterzeichnet wird, werden zwei bis drei Jahre für die Entwicklung der Infrastruktur und der Versorgungsbetriebe benötigt. Deutschland gibt Bangladesch 83,3 Millionen Euro im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Armutsreduktion, die Entwicklung einer effektiven Infrastruktur in ländlichen Energiesektor. Seit 1971 hat Deutschland Bangladesch mit 2,3 Milliarden Euro bilateral unterstützt, darüber hinaus noch mit 1,9 Milliarden Euro über multilaterale Kanäle.
Bei einem Seminar, das von dem Coastal Association Social Transformation Trust in Zusammenarbeit mit NGOs, der Zivilgesellschaft sowie sozialen und professionellen Gremien anlässlich des Jahrestages des furchtbaren Zyklons von 1991 organisiert wurde, sagt der Staatsminister für Kommunikation Salahuddin Ahmed, dass die Weltbank kein Geld für den Überflutungsschutz geben werde, auch wenn sie für die Rehabilitation der Überflutungsopfer 78 000 Taka bereitgestellt hat. Das Parlamentsmitglied Nazimuddin Alam berichtet, dass 25 Prozent Naturkatastrophen nicht ausgesetzt werden könnten. Nach einer Studie der Weltbank werden 15 bis 17 Prozent des Landes unter Wasser sein, wenn in den nächsten 100 Jahren der Meeresspiegel um einen Meter ansteigt. Nach einer anderen Studie ist Bangladesch das Land in Asien mit dem höchsten Risiko eines Zyklons.
Der Vizepräsident der Weltbank, Praful Pate, sagt in einem Interview mit dem „Independent“, dass die politische Konfrontation die wirtschaftliche Entwicklung schädige. Es ist nicht das erste Mal, dass Institutionen wie Weltbank und IMF ihre Betroffenheit über die innenpolitischen Zustände in Bangladesch zum Ausdruck bringen.
Weltbank/IWF/Internationale Organisationen:
Bangladesch wird bei der UN-Generalversammlung in New York zu Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen gewählt. Die Wahl gilt für drei Jahre. Unter den asiatischen Ländern ist Bangladesch hinter Indien das Land mit den meisten Stimmen. Der neue Rat ersetzt die frühere Menschenrechtskommission, die für ihre Ineffizienz schwerwiegenden Menschenrechtsproblemen kritisiert worden war. Der Internationale Währungsfonds (IMF) zahlt nach einem Bericht des „Independent“ die sechste Tranche der Poverty Reduction Growth Facility (PRGF) nur aus, wenn die Energiepreise dem Weltmarktniveau angepasst werden. Der Preis für Öl wurde um 3 Taka pro Liter angehoben, der für Kerosin und Diesel um 14 Taka und der für Oktan um 13 Taka.
Deutsch-Bangladeschische Beziehungen:
Die ZDF-Reihe „Das kleine Fernsehspiel“ zeigt zu später Stunde um 23.55 h den Beitrag „Die glücklichsten Menschen der Welt“ des Filmemachers Shaheen Dill-Riaz (36). Nach einer Studie der London School of Economics steht Bangladesch auf Platz 1 der globalen Glücksskala, Deutschland auf Platz 42. Die Bilder und Interviews in dem Film von Dill-Riaz wecken jedoch große Zweifel.
Unter dem Titel „Zeitsprünge, Raumfolgen“ zeigt die ifa-Galerie in Stuttgart Werke von Künstlern aus Indien, Bangladesch und Pakistan.
Frank Meyke ist neuer außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bangladesch. Meyke tritt die Nachfolge von Dietrich Andreas an, der die Botschaft von 2001 bis September 2005 geführt hat und jetzt Botschafter in Myanmar ist. Meyke war bisher unter anderem Botschafter in Wellington und Generalkonsul in der russischen Stadt Gymnasiallehrer, verheiratet und Vater zweier Kinder.
Die „Berliner Compagnie“ bringt das Stück „Kredit für Taslima“, das im Herbst 2005 Premiere hatte, in Berlin, Gemünden, Fulda und Kempten erneut zur Aufführung. Weitere Vorführungen sind im November 2006 und im März 2007 geplant. Weitere Infos im Internet unter Dank Fifa-Präsident Sepp Blatter können die Fußball-Fans in Bangladesch nun doch in gebührendem Umfang über die Weltmeisterschaft in Deutschland werden. Die Bundesregierung wollte nur vier Reporter aus dem Land, das nicht an der WM teilnimmt, einreisen lassen. Blatter versprach bei einer Reise nach Bangladesch im April Abhilfe. Er hält Wort. Nun dürfen insgesamt zehn Reporter aus dem Land über die WM berichten.
Informationstagung „Islam in Bangladesch“. Unter den Referenten sind Dr. Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Dannecker, Sharaf Ahmed vom Verein Bangladeschis in Niedersachsen und Christian Weiß, Chef des Verlags „Draupadi“.
Anmerkung:
Die Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Meldungen sind vor allem bangladeschischen und internationalen Zeitungen sowie Berichten verschiedener Organisationen entnommen.

Source: http://amnesty-bangladesch.de/uploads/Chronik48.pdf

Studiens namn

O rganization to S trategies in Acute I schemic S yndromes Overall Efficacy of Fondaparinux vs Enoxaparin in VTE Prevention: Meta-analysis Fondaparinux better Enoxaparin better P = 0.000000000000000001 % odds reduction Overall odds reduction for proximal DVT = 57.4% [CI: 72.3 - 35.6]; p = 10-6Turpie et. al. Arch Intern Med 2002: 162: 1833-40 Baseli

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